Suche
  • 0231 4442364
  • post@festlich-ohne-pastor.de
Suche Menü

💗 Wieso ich freier Theologe bin?

Freier Theologe bei der Hochzeitsrede

Freier Theologe bei der Hochzeitsrede aus Schloss Hohenlimburg

Viele Menschen bezeichnen sich zwar als Gläubig, lehnen aber die Kirche ab.

Als freier Theologe aus Dortmund, beobachte ich, dass die Nachfrage zu einer freien Trauung immer weiter steigt. Als ich auf der Hochzeitsmesse in Dortmund-Hohensyburg war, erfuhr ich, dass die wenigsten Besucher ein kirchliche Trauung planen. Immer mehr Menschen wenden sich von der Kirche ab. Viele sind frustriert und treten aus der Kirche aus. Ein Problem ist sicherlich auch, dass Kirche nicht mehr als Glaubensgemeinschaft gesehen wird, in der man seinen Glauben lebt und feiert.

In unserer Gesellschaft wird Kirche, zum großen Teil, eher als ein Verein von vielen gesehen. Meiner Auffassung nach, verabschiedet sich jemand nicht automatisch von seinem persönlichen Glauben, weil er sich dazu entschlossen hat aus der Kirche auszutreten.

Jedoch brauchen Menschen Rituale, um Handlungen bewusst zu begehen.  Immer schon wurden in einem würdevollen und festlichen Rahmen besondere Anlässe begangen. Meist wurden diese Anlässe wie zum Beispiel Taufe, Hochzeit oder Beerdigung mit Zeremonien im kirchlichen Rahmen beschritten. Für viele Menschen hat sich das inzwischen geändert, dennoch wünschen sie sich Rituale, um besondere Handlungen bewusst zu begehen – manchmal machen sie es mit einem religiösem Bezug, manchmal aber auch ohne.

Wieso ein freier Theologe?

Normalerweise sind Theologen innerhalb einer Kirchengemeinschaft tätig. Als katholischer Theologe liegt es nahe, dass ich mich in der katholischen Kirche am besten auskenne. Deswegen beschreibe ich am Beispiel der katholischen Kirche den Unterschied zwischen einem Theologen, der im Dienst der Kirche steht und jemand der sich als freier Theologe bezeichnet.

Im Dienst der Kirche

Ein freier Theologe braucht keine Kirche

In der katholischen Kirche sind Theologen vom Bischof beauftragt ihren Dienst in der Seelsorge zu tun. Der Bischof ist ihr Dienstherr, an dessen Vorschriften Seelsorger gebunden sind. Der Bischof sendet den Pastor in eine Gemeinde und dieser handelt dort nach seinen Weisungen. Was der Seelsorger darf oder auch nicht, ist unter anderem im Kirchenrecht festgeschrieben. 

Der Pastor darf keinen Gottesdienst so gestalten, wie es ihm gefällt, sondern muss sich an Normen halten. Das Kirchenrecht regelt wer kirchlich heiraten darf und bei wem ein Ehehindernis vorliegt. Kirchlich dürfen zum Beispiel keine homosexuelle Paare heiraten, aber auch Paare, bei denen einer Geschieden ist, gehören dazu. Wenn jemand einer anderen Religion oder vielleicht auch gar nicht getauft ist, kann man nur unter bestimmten Bedingungen kirchlich heiraten.

So sind den Pfarrern vor Ort die Hände gebunden und sie müssen Menschen, die kirchlich heiraten wollen, es aber nicht dürfen, wegschicken.
Die Dienstleistung, der Seelsorger wird in der Regel über die Kirchensteuer finanziert

Freie Trauzeremonie mit einem freien Theologen in Hamm in Westfalen

Motivation für eine festliche Feier

Ob Menschen einer Kirche angehören oder nicht,  gemein ist ihnen, das sie wichtig Wendepunkte in ihrem Leben bewusst gestalten wollen. Eine kirchliche Feier kommt oft nicht in Frage, weil

  • ihnen zwar religiöse Elemente wichtig sind, aber das Angebot der Kirche zu eng und zu schematisch ist.
  • sie ihre Wurzeln in anderen Religionen haben und sich eine persönliche Feier wünschen.
  • sie aus der Kirche ausgetreten sind, nie getauft wurden oder sich als atheistisch bezeichnen und sich trotzdem eine bedeutungsvolle Zeremonie wünschen.
  • die Heiratswilligen einen Redner und Begleiter für ganz persönliche Momente suchen.

Frei wie ein Vogel

Warum nenne ich mich nun, als jemand der Zeremonien für eine Alternative zu herkömmlichen Feier entwickel, Freier Theologe und nicht Festtagsredner? Als sogenannter Mönch und Priester habe ich das “System Kirche” durchbrochen. Ich will die Ehelosigkeit nicht mehr leben und habe deswegen mein Amt niedergelegt. Ich bin nicht mehr an Befugnisse und Weisungen des Bischofs gebunden.

Weil ich aber durch mein Studium gelernt habe mit Riten und Symbolen umzugehen, und ich gerne das weiter machen will, was ich vorher auch schon getan habe, habe ich mich entschieden, nicht mehr als „gebundener“, sondern als freier Theologe zu arbeiten. Als freiberuflicher Dienstleister bin ich weder dem Staat, noch der Kirche verpflichtet.

Deswegen werde ich auch nicht aus Steuermittel finanziert, sondern führe ein eigenständiges Unternehmen mit allen Rechten und Pflichten, die der Gesetzgeber auferlegt. Dafür bin ich frei in meiner Gestaltung und kann auf individuelle Wünsche, der Kunden eingehen.

Individuelles Ringkissen für die freie Trauung im Westfalenpark Dortmund

Arbeitsaufwand einer Zeremonie

Für den Umfang meiner Dienstleistung hier mal ein Beispiel für eine freie Trauung:

Eine individuell gestaltete Zeremonie bedarf genauer und intensiver Vorbereitung. Die Zeremonie ist wie ein kleines Schauspiel. Ein Drehbuch wird geschrieben. Damit das Schauspiel auch ein Erfolg wird und du dich gerne daran zurückerinnerst, werden die „Bühne“, die „Hauptakteure“ und die Gäste berücksichtigt. Meine Dienstleistung hierfür umfasst in der Regel

  • zwei Vorbereitungstreffen (jeweils ca. 1,5 – 2  Stunden),
  • die Ausarbeitung der individuellen Rede und der Rituale (ca. 8-12 Stunden),
  • die Durchführung der Hochzeitszeremonie (ca. 1 Stunden).
  • organisatorisches mit Musiker oder Gäste, die sich aktiv an der Feier beteiligen wollen 

Mein Arbeitsaufwand beträgt meistens ca. 25 Stunden.

Freie Hochzeitszeremonie mit Kerzenritual in Sprockhövel

Manchen Brautpaaren wünsche sich, dass ich in die Zeremonie christliche Elemente mit hineinnehme. Denen schenke ich dann zum Beispiel den Segen Gottes.

Erfahre hier noch mehr über die Freie Trauung!

Teile den Beitrag in deinem Netzwerk!

Autor:

Als freier Redner und Theologe begleite ich Menschen, die besondere Ereignisse im Leben bewusst begehen wollen. Das können sowohl freie Trauungen und Willkommens- und Namengebungsfeiern, als auch Trauerfeiern und andere Abschiedsfeiern sein. Ich nehme mir Zeit für dich und höre dir zu. So bekomme ich ein Gefühl, wie du denkst und was dich bewegt. In Begegnungen mit Menschen wird mir bewusst, dass ich seit vielen Jahren den schönsten Beruf der Welt habe. Zuvor habe 13 Jahre als Franziskaner in der Seelsorge gearbeitet. Viele Menschen habe ich in der Schule, dem Krankenhaus oder der Pfarrei begleitet. Als ich meine Frau kennen- und lieben gelernt habe, durfte ich innerhalb der katholischen Kirche nicht mehr weiterarbeiten. So konnte ich den Beruf, für den ich einst gebrannt habe, nicht mehr ausüben. Heute mache ich das, was ich früher getan habe, außerhalb der Kirche. Ich erarbeite Zeremonien, in denen sich die Menschen wiederfinden. Alles ist sehr viel persönlicher und auf den Menschen individuell zugeschnitten. Wenn ich freizeitlich unterwegs bin. Wenn ich gerade mal nicht beruflich unterwegs bin, dann tanze ich mit meiner Frau im Tanzclub, singe im Kirchenchor oder fahre mit dem Fahrrad durch die Landschaft. Und im Urlaub lasse ich mir gerne den Wind an der Nordsee um die Nase wehen. Musik gehört zu meinem Leben. Während des Studiums habe ich im Blasorchester 1. Trompete gespielt. Auf vielen Schützenfesten und anderen Bällen haben wir gespielt. Heute singe ich im Kirchenchor. Mein Musikgeschmack ist, vielleicht von meiner musikalischen Vergangenheit her, sehr breit gefächert. Das fängt an bei Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn-Bartholdy, bei der ich mich gut entspannen kann. Geht über Glenn Miller, wegen der tollen Posaunensoli. Geht weiter zu Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer, weil die Texte so wundervoll sind. Bis hin zu Tina Turner und Anastacia, wegen der krassen Stimmen. Komme mit mir in Kontakt: post@festlich-ohne-pastor.de Tel. 0231 4442364