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♥ Wie du mühelos in deiner freien Trauzeremonie christliche Elemente einbindest.

Christliche Elemente lassen sich mühelos in einer freien Trauung einbinden

Christliche Elemente lassen sich mühelos in einer freien Trauung einbinden

Viele Menschen, die heiraten und sich für eine freie Trauung entscheiden, möchten christliche Symbole und Zeichenhandlungen in der Zeremonie. Was Brautpaare dazu bewegt und wie du christliche Zeichenhandlungen und Rituale in die Trauzeremonie einfach einbauen kannst, dass erläutere ich dir hier.

Immer wieder kommen Brautpaare zu mir, die christliche Elemente in ihrer freien Trauzeremonie haben wollen. In ihrem Leben hat der Glaube eine Bedeutung und deswegen soll er in ihrer Zeremonie zum Ausdruck kommen.

Warum entscheiden sich Menschen, denen der Glaube wichtig ist, für eine freie Trauzeremonie?

Die Gründe, weswegen gläubige Menschen nicht in der Kirche heiraten, sind vielfältig. Ein Grund ist, dass sie sich in der Institution Kirche nicht, oder nicht mehr, zu Hause fühlen.

Andere Brautpaare würden gerne kirchlich heiraten, dürfen es aber nicht, weil sie schon einmal verheiratet waren. Nicht selten erlebe ich, dass Menschen darunter leiden, dass ihnen die Kirchentür verschlossen bleibt, weil sie ein zweites Mal heiraten wollen.

Auch gleichgeschlechtliche Paare, die heiraten wollen, werden von der Kirche ausgegrenzt.

Dann gibt es noch Paare, die sich für eine freie Trauung entscheiden, weil sie unterschiedlichen Religionen angehören.

Für alle, denen religiöse Zeichenhandlungen in der Hochzeitszeremonie wichtig sind, gilt, dass sie bei der freien Trauung nicht darauf verzichten müssen.

Wie kannst du christlichen Zeichenhandlungen oder Rituale nutzen?

Die Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte viele Zeichenhandlungen und Rituale entwickelt. Rituale machen Menschen Handlungen in ihrem Leben bewusster und heben so beispielsweise den besonderen Tag einer Hochzeit hervor.

Die Hochzeitskerze

Das Rituals mit der Kerze bei einer freien Trauung in einer Kapelle

Die Kerze gilt als Symbol des Lichts und seit dem Mittelalter ist die Kerze auch ein Symbol der Liebe. Ich finde, die Hochzeitskerze ist aber auch ein Symbol für den gemeinsamen Weg. Sie soll euch auf eurem Weg leuchten. Im christlichen Verständnis ist die Kerze ein Symbol für Jesus Christus, der euch auf eurem Weg begleitet und euch den Weg leuchtet.

Bei Brautpaaren, denen eine christliche Trauzeremonie wichtig ist, habe ich nach dem Entzünden der Kerze auch schon mal einen Psalm gebetet. Es kann aber auch ein anders Gebet sein.

Wenn ihr euch für eine Kerze entscheidet, dann könnt ihr euch überlegen, ob ihr euch eine Kerze nach euren Vorstellungen gestalten lasst. Wenn du es dir zutraust, dann kannst du aber auch eine Kerze selbst gestalten mit Symbolen, die euch wichtig sind. Das ist sicherlich auch noch mal eine schöne Vorbereitung auf euren großen Tag.

Weil die Kerze dem Hochzeitspaar künftig den Weg leuchten soll, finde ich es auch immer schön, wenn das Paar die Kerze selbst entzündet.

Das Brautpaar entzündet die Kerze.

Ihr könnt die Kerze auf verschiedene Arten entzünden.  Die erste Variante ist sicherlich die unspektakulärste und einfachste. Jeder nimmt einen Kaminstreichholz und ihr entzündet damit gemeinsam die Hochzeitskerze.

Die zweite Variante bindet die Trauzeugen oder die Eltern mit ein.

Es gibt Momente im Eheleben, da ist es eher dunkel und ihr erkennt den Weg nicht mehr. Dann ist es gut, wenn ihr Menschen habt, die euch helfen, den Weg wieder heller zu machen. Um das deutlich zu machen bekommen stellvertretend die Eltern oder Trauzeugen von mir jeweils eine brennende Tafelkerze. Die Tafelkerze ist ähnlich gestaltet wie die Hochzeitkerze. Die Eltern oder Trauzeugen überreichen dann die Tafelkerzen den Brautleuten, welche damit die Hochzeitkerze entzünden.

Die gestalteten Tafelkerzen symbolisieren jeweils die Brautleute mit ihrer je eigenen Persönlichkeit. So trägt nun jeder seinen Teil dazu bei, dass der gemeinsame Weg hell erleuchtet ist.

Anstatt der Tafelkerzen kannst du auch deine Taufkerze nehmen. Mit der Taufkerze hat dein Leben als Christ begonnen. Und mit der Taufkerze entzündest du nun einen weiteren wichtigen Punkt in deinem Leben. Darüber hinaus erbittest du mit dieser symbolischen Handlung Gott um Schutz und Halt für euren gemeinsamen Weg.

Das Schöne an der Hochzeitskerze ist, dass du sie immer wieder am Jahrestag entzünden kannst und so ganz besonders an den Hochzeitstag denkst. Wenn dein liebster Mensch mal längere Zeit nicht da oder Krank ist, kannst du die Kerze entzünden.

So denkst du an ihn. Und wenn du die Kerze mit Jesus Christus in Verbindung bringst, bittest du mit der Kerze um Schutz deines Ehepartners.

Die Eheringe segnen

Eheringe liegen auf Stroh in einer Muschel

Eine weitere Idee, wie du christliche Elemente in die Trauzeremonie hineinnehmen kannst, ist das Segnen der Ringe.

Wenn du deinen Ehering trägst, dann soll er dich künftig an Liebe und Treue erinnern. Und auch an das, was du deinem Partner versprochen hast, als du den Ring in der Zeremonie an den Finger gesteckt hast.

Wenn der christliche Glaube dir wichtig ist, dann könnte man vor dem Eheversprechen die Ringe segnen. Segen bedeutet ja nicht anderes wie „gutes Wort“. Wieso sollte man also nicht vor dem Ringtausch auch ein Segensgebet über die Ringe sprechen?

Das Band der Verbindung

Das Band der Verbindung ist ein schönes Ritual bei der freien Trauzeremonie

Die Trauzeremonie ist der beste Zeitpunkt für euch als Brautpaar, allen anwesenden Gästen zu zeigen, wie eng ihr nun verbunden seid. Dies geschieht zum Beispiel durch das Beantworten der Traufragen mit „Ja“. Auch der Ringtausch ist eine starke symbolische Handlung, die die starke Verbundenheit des Paares verdeutlicht.

Um diese Verbindung noch einmal mehr zu verdeutlichen, bietet sich das „Band der Verbindung“ an. Dem einen oder anderen ist dieser Brauch vielleicht aus dem germanischen oder keltischen Brauchtum bekannt.

Dort wird es als „Handfasting“ bezeichnet.

Ein ähnlicher Brauch ist auch bei der katholischen Trauung bekannt, dort legt der Priester die Stola um die Hände des Brautpaares.

Das Band der Verbindung kannst du selbst anfertigen. Du kannst zum Beispiel eure Vornamen und das Datum der Trauung aufsticken. Während des Rituals, welches nach dem Eheversprechen und dem Tausch der Ringe stattfindet, reicht sich das Brautpaar die Hände.

Anschließend lege ich das Band der Verbindung über eure Hände. Dann bestätige ich euch, dass ihr Mann und Frau seid und spreche einen kleinen Segenswunsch, der euch künftig begleiten soll. Anschließend löse ich das Band wieder.

Wenn ihr das Ritual in eure Hochzeitszeremonie einbauen wollt, aber kein eigenes Band dafür anfertigen wollt, dann bringe ich ein Band für diese Ritual mit.

Das Gebet für eine gemeinsame Aktion mit den Gästen

Wenn dir christliche Elemente in deiner Trauung wichtig sind, dann gehört sicherlich auch das Gebet dazu. Ein Gebet kann die besondere Stunde eurer Hochzeit hervorheben. Ihr könnt in der Zeremonie einen Psalm beten, ein kirchliches Lied singen oder ihr schreibt Fürbitten, die eure Eltern, Trauzeugen oder Freunde vortragen. Das Gebet, was die meisten kennen und alle Christen vereint, ist das Vaterunser. Das könntet ihr mit allen Gästen gemeinsam beten.

Vielleicht siehst du, es gibt viele Möglichkeiten, christliche Elemente in einer freien Trauung mit einfließen zu lassen. Im Grunde genommen kann man alle kirchlichen Bräuche mit hineinnehmen. Wichtig ist, dass es zu euch passt und ihr und eure Gäste sich wohlfühlen. Vermutlich fallen dir auch noch andere Rituale ein, wenn du darüber nachdenkst, was ein schönes Zeichen in der Trauzeremonie wäre.

Bunte Rosenblätter in einem weißen Korb für die Trauzeremonie

Schreibt mir doch einfach unten im Kommentar was oder welche Elemente euch wichtig wären.

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Autor:

Als freier Redner und Theologe begleite ich Menschen, die besondere Ereignisse im Leben bewusst begehen wollen. Das können sowohl freie Trauungen und Willkommens- und Namengebungsfeiern, als auch Trauerfeiern und andere Abschiedsfeiern sein. Ich nehme mir Zeit für dich und höre dir zu. So bekomme ich ein Gefühl, wie du denkst und was dich bewegt. In Begegnungen mit Menschen wird mir bewusst, dass ich seit vielen Jahren den schönsten Beruf der Welt habe. Zuvor habe 13 Jahre als Franziskaner in der Seelsorge gearbeitet. Viele Menschen habe ich in der Schule, dem Krankenhaus oder der Pfarrei begleitet. Als ich meine Frau kennen- und lieben gelernt habe, durfte ich innerhalb der katholischen Kirche nicht mehr weiterarbeiten. So konnte ich den Beruf, für den ich einst gebrannt habe, nicht mehr ausüben. Heute mache ich das, was ich früher getan habe, außerhalb der Kirche. Ich erarbeite Zeremonien, in denen sich die Menschen wiederfinden. Alles ist sehr viel persönlicher und auf den Menschen individuell zugeschnitten. Wenn ich freizeitlich unterwegs bin. Wenn ich gerade mal nicht beruflich unterwegs bin, dann tanze ich mit meiner Frau im Tanzclub, singe im Kirchenchor oder fahre mit dem Fahrrad durch die Landschaft. Und im Urlaub lasse ich mir gerne den Wind an der Nordsee um die Nase wehen. Musik gehört zu meinem Leben. Während des Studiums habe ich im Blasorchester 1. Trompete gespielt. Auf vielen Schützenfesten und anderen Bällen haben wir gespielt. Heute singe ich im Kirchenchor. Mein Musikgeschmack ist, vielleicht von meiner musikalischen Vergangenheit her, sehr breit gefächert. Das fängt an bei Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn-Bartholdy, bei der ich mich gut entspannen kann. Geht über Glenn Miller, wegen der tollen Posaunensoli. Geht weiter zu Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer, weil die Texte so wundervoll sind. Bis hin zu Tina Turner und Anastacia, wegen der krassen Stimmen. Komme mit mir in Kontakt: post@festlich-ohne-pastor.de Tel. 0231 4442364

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